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Der Igel als Nutztier

Igel schützen, aber richtig
In diesen Wochen sind wieder vermehrt Igel anzutreffen, die sich mit Nahrungssuche auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Es gibt nur wenige Situationen, in denen einem Igel wirklich geholfen werden muss, warnt der Deutsche Tierschutzbund. Gut gemeinte Hilfe führt oft zum Gegenteil. Das Tier wird aus seiner natürlichen Umgebung herausgerissen und kann bleibende Schäden davontragen. Daher gilt der Rat: Zuerst beim Tierarzt oder dem örtlichen Tierschutzverein um Rat fragen und nicht vorschnell handeln.

Ein einsamer Igel im Garten erweckt bei vielen Menschen Mitgefühl. Wer in diesen Tagen einen Igel tagsüber sieht - sei es ein erwachsenes Tier oder ein Igelsäugling - so sollte das Tier aus sicherer Entfernung beobachtet werden. Nur verwaiste Igelsäuglinge, verletzte oder kranke Igel sind wirklich hilfsbedürftig. Diese erkennt man sofort daran, dass sie tagsüber herumliegen, oft mager sind und sich apathisch verhalten. Für die bevorstehende Winterzeit gilt zudem: Igel, die bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke, draußen herumlaufen, sind meist krank oder geschwächt.

Wer in solchen Notfällen helfen will, sollte das Tier vorsichtig aufnehmen und zuerst einmal zum Tierarzt oder zum örtlichen Tierheim bringen. Denn schon falsche Ernährung kann das Todesurteil für ein hilfloses Igelchen bedeuten. Das sicher gut gemeinte Schälchen warme Milch am Morgen kann den Tod bringen.

Die kalte Jahreszeit ist auch für den praktischen Tierschutz eine Igelhochsaison. Viele in Not geratene Igel werden in den bundesweit über 500 dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierheimen abgegeben und zur Überwinterung untergebracht. Der damit verbundene Aufwand lässt sich nur durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfern und durch Spenden realisieren.

Auszug www.Tierschutzbund.de

Zusammenfassung:

Gesunde Igel nicht mit ins Haus nehmen
Keinesfalls darf ein untergewichtiges Tier vor dem 1. November der Natur entnommen werden, da er durchaus das nötige Körpergewicht für den Winterschlaf noch erreichen kann.
Im Garten an einem trockenen, geschützten Ort eine Futterstelle einrichten
Als Futter ideal ist Katzen- und Hundefutter, gemischt mit Rinderhack, geriebenen Karotten, Hundeflocken, rohes Hühnerklein, ein Stückchen Banane oder Apfel
Nicht geeignet ist Milch (führt zu Durchfällen), Gesalzenes, Gewürztes oder Gezuckertes
Frisches Wasser sollte stets zur Verfügung stehen.
Im Garten dem Igel einen trockenen und geschützten Unterschlupf für den Winterschlaf anbieten. Ideal sind Laub und Reisighaufen, Holzstapel, Gartenlauben.
Igel unter 600 g sollten im Spätherbst zur Überwinterung ins Haus genommen werden.
Im Schnee oder bei Frost aufgefundene Igel auch ins Haus nehmen.
Aufgefundene Igel von Parasiten (Zecken, Flöhe, u.Ä. ) befreien und vom Tierarzt gegen Innenparasiten behandeln lassen
Die Pflege dauert den ganzen Winter und danach muß der Igel im Frühjahr wieder in die Freiheit entlassen werden.

Ferner hat der Verein PRO IGEL e.V. ein Beratungstelefon eingerichtet.

Die Nummer lautet: 0180/5555 9551

oder http://www.pro-igel.de

Dort sind viele Neuigkeiten zum Thema Igel nachzulesen.

Auszug aus www.tierschutzverein-holzkirchen.de

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