Tierschützer fangen Emu in Lampertheim
Tierische Aufregung in Lampertheim. Für Aufsehen und einer Verfolgungsjagd mit Hindernissen sorgte ein entlaufenes Emu-Weibchen in Lampertheim. Dieser außergewöhnliche sonntägliche Ausflug des trächtigen Weibchens rief jede Menge Einsatzkräfte wie Polizisten der Station Lampertheim - Viernheim, Tierschützer aus dem Lampertheimer Tierheim und dem AZ Vogelpark auf den Plan und hielt diese für zwei Stunden mächtig in Trapp.
Ein Sandhofener Züchter wollte das Emu-Pärchen für den Transport sichern, um es in den Bickenbacher Tierpark zu fahren. Dabei büxte das weibliche Tier aus, steuerte schnellen Schrittes die Stadtgrenze von Lampertheim an und brachte eine spektakuläre Verfolgungsjagd rund um den Hollerngraben ins Rollen. Die Bedenken der Ordnungshüter, aber auch der Tierfreunde waren nur allzu berechtigt. Zum einen sahen sie die Gefahr darin, dass der große Laufvogel die Eisenbahntrasse oder die Bundesstraße 44 als Rennstrecke benutzen könnte.
Zum anderen hätte das verängstigte Tier Spaziergänger angreifen oder zumindest erschrecken können. Emus haben nicht nur große Schritte drauf, sie besitzen auch viel Kraft und außerdem sehr scharfe Zehen. Deshalb war vorerst guter Rat teuer unter den Einsatzkräften, denn niemand sollte zu Schaden kommen.
Schließlich gelang es ihnen, das Weibchen im Gartengelände in die Enge zu treiben. Dem bald ausfindig gemachten Besitzer konnte das Tier unbeschadet übergeben werden. Emus sind nach dem Strauß der größte Vertreter der Laufvögel. Sie können lange Wegstrecken zurücklegen. Dabei kann ihre maximale Laufgeschwindigkeit 50 Kilometer pro Stunde betragen. roi
Südhessen Morgen
11. Februar 2009

