Auszug aus der Lampertheimer Zeitung vom 8.9.08:
Ausreichend Zeit zum Beschnuppern und Kennenlernen
Tag der offenen Tür im Lampertheimer Tierheim / Zur Zeit fast 50 Vierbeiner und Samtpfoten in Pflege/Umbauarbeiten beginnen
bj. LAMPERTHEIM Zum gegenseitigen Beschnuppern hat das Lampertheimer Tierheim Menschen und Vierbeinern am Sonntag die Möglichkeit gegeben: Ab der Mittagszeit veranstaltete es seinen Tag der offenen Tür.
Eine Hüpfburg, ein Flohmarkt, Getränke, Kuchen und Gegrilltes machten aus dem Tag der offenen Tür ein richtiges Familienfest.
Und dann waren da selbstverständlich auch noch die Vierbeiner, die Stars der Einrichtung. Fast 50 Tiere leben hier derzeit - 28 Hunde, sieben Katzen, ebenso viele Hasen und dazu noch Farbratten und Meerschweinchen. Nicht mitgezählt sind die Tiere, die sich in Pflegestellen befinden.
Kater Felix ist eines der Tiere, die derzeit im Tierheim sind. Die Europäische Hauskatze wurde 2004 geboren, vor einigen Wochen in Biblis gefunden und wartet nun auf ein Zuhause.
Für die Helfer im Tierheim bedeutet der Tag der offenen Tür unter anderem, dass die großen und kleinen Besucher die Tiere kennenlernen und einen ersten Eindruck von ihnen gewinnen können. Vermittelt werden die Tiere am Tag der offenen Tür selbst nicht.
Darüber hinaus haben die Besucher die Möglichkeit, ihre Scheu davor zu verlieren, Tiere in Zwingern anzuschauen - hier gebe es bei vielen Menschen nämlich eine Hemmschwelle, wie Annette Maring, Erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Lampertheim, erklärte.
Die Helfer des Tierheims konnten am Tag der offenen Tür wiederum viele Leute beraten und gleichzeitig von ihnen eine Rückmeldung erfahren. Da der Tag für die Tiere auch mit Stress verbunden war, hatten die Hunde am Morgen noch einmal Auslauf.
Auch die Sonne zeigte sich während des Fests. So mancher bereits vermittelte Hund stattete dem Tierheim gemeinsam mit seiner neuen Familie sogar einen Besuch ab. Oft brachten die Leute auch Futterspenden mit. Auf dem kleinen Flohmarkt wurden Spenden aus der Bevölkerung und von Mitgliedern des Tierschutzvereins verkauft, der Erlös soll ganz den Tieren zukommen.
“Jeder Euro zählt”, sagte Maring.
Gleichzeitig appellierte Maring an die Bevölkerung, entlaufene Katzen rechtzeitig zu melden, bevor sie vielleicht trächtig werden - denn gerade die Haltung der jungen Katzenwelpen sei sehr aufwendig: Sie seien sehr empfindlich und mindestens acht Wochen in Pflege. Hinzu kommen Ausgaben etwa für Tierarztfahrten. “Das sprengt langsam den finanziellen Rahmen”, sagte Maring. So sei es schwierig, den Katzen gerecht zu werden.
Ab dem heutigen Montag wird die Quarantäne-Station des Tierheims umgebaut. Das Gerüst steht bereits. Die Wände werden um 40 Zentimeter erhöht und das Gebäude erhält ein neues Dach. Auch ein anderes Nebengebäude bekommt ein neues Dach.
Mannheimer Morgen vom 9.9.2008:
Tierschutzverein: Vor allem Vierbeiner freuen sich beim Tag der offenen Tür im Tierheim über Besuch
Mit Wedeln und Gebell
Lampertheim. Einmal im Jahr veranstaltet der Tierschutzverein Lampertheim einen Tag der offenen Tür. In der schönen Anlage war man am Wochenende bestens vorbereitet, um die zahlreichen Gäste über die baulichen Veränderungen zu informieren, um die Neuigkeiten vorzustellen, oder um einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Für die Kinder hatte man eine riesige Hüpfburg vor dem Gelände aufgestellt, eine Getränkebar stand bereit und Tische inmitten von Blumen luden ein zum längeren Verweilen bei Gegrilltem oder Kaffee und Kuchen.
Wer wollte, konnte an einem Miniflohmarkt etwas erwerben und ein Fachverkäufer gab Ernährungsratschläge. Im Vordergrund stand die Präsentation der Tiere, die ein neues Zuhause suchten. Ob in den Käfigen, im Haus oder im Zwinger außerhalb: Die Tiere begrüßten jeden Gast mit lautstarkem Gebell, zeigten aber auch durch Wedeln mit dem Schwanz ihre durchaus friedfertige Gesinnung an.
Viele Familien mit Kindern waren zu sehen, wobei der Hunde- oder Katzennachwuchs naturgemäß die größte Chance hatte, die Aufmerksamkeit zu erregen. Annette Maring, Vorsitzende des Vereins, hat natürlich alle Tiere im Blick. “28 Hunde, sieben Katzen, sieben Hasen, zwei Farbratten und drei Meerschweinchen sind zur Zeit das komplette Angebot für Tierliebhaber”, berichtete sie. Das Tierheim ist Station für alle Tiere, die in Lampertheim, Bürstadt und Biblis gefunden werden. Aber auch, wenn ein Halter ein Tier nicht mehr will, steht die Einrichtung zur Verfügung.
Beraten und betreuen
Der Unterhalt kostet eine Menge Geld. Das geht los bei den Futterkosten und endet nicht zuletzt bei der tierärztlichen Betreuung. Die Finanzierung ist immer ein Problem. “Immer wieder erlebe ich”, so Maring, “dass Leute mit dem zahlreichen Nachwuchs nicht mehr zurecht kommen”. Sie ergänzt: “Wir beraten gerne was zu tun ist und empfehlen unter Umständen die rechtzeitige Kastration”.
Als Tierpension oder als Vermittlungsstelle stellt sich das Tierheim ebenso zur Verfügung. Wer krank ist oder in Urlaub will, kann sein Tier für eine Übergangszeit betreuen lassen. Von drei bis 15 Euro pro Tag reicht der Pensionspreis, der sich nach der Größe des Tieres richtet. Wer kein Tier halten kann, aber den Kontakt zu Tieren sucht, kann zum Beispiel mit den Hunden “Gassi gehen”. Feste Termine gibt es hierfür am Montag und Dienstag sowie am Donnerstag und Freitag, jeweils von 15.30 bis 16.30 Uhr. sto
Südhessen Morgen
09. September 2008