Christkind für die Vierbeiner
06.12.2010 - LAMPERTHEIM
TIERHEIM Bescherung für die Bewohner in Form von Futter und Zubehör
(tik). Einsamkeit wird zu Weihnachten oft besonders deutlich - damit die Tiere im Tierheim nicht vergessen werden, hat der Vorstand am Samstag zur jährlichen „Bescherung der heimatlosen Tiere“ eingeladen.
Bereits zum siebten Mal starteten die Helfer des Tierheims rund um Annette Maring und Anne-Kathrin Geyer die weihnachtliche Aktion. „Die Tiere sollen sich nicht vernachlässigt sehen ist der Kerngedanke. Über Weihnachten kommen eben doch nicht ganz so viele Gassigeher wie sonst“, resümierte Annette Maring die Idee.
Viele Einzelpersonen, wie auch Familien folgten am Wochenende dem Aufruf, und brachten reichlich Spenden in Form von Tierfutter, Spielzeug, Decken und anderen tierischen Überraschungen. Über die Hilfe freute sich das Team des Tierheims, in dem derzeit 26 Hunde und acht Katzen leben. „Auch wenn es kalt ist, kommen die Leute. Wenn sie am Tag keine Zeit haben, dann bringen sie in der Regel vorher oder nachher eine Sachspende vorbei. Spenden ist eigentlich ganz einfach, gerade wenn Tiere gestorben sind, liegt in den Kellern oft noch Tierzubehör und wird nicht genutzt. Das könnten wir gebrauchen. Selbst Decken und Handtücher sind in der kalten Jahreszeit enorm wichtig für uns“, war sich die engagierte Tierschützerin sicher. Das Futter reiche für ein bis zwei Monate. Das Spielzeug und die zusätzlichen Decken seien einfach Luxus für die Tiere, der so im Budget nicht durchsetzbar sei. Leckerlies, die gebracht werden, seien ebenfalls etwas Besonderes - das bekommen die Tiere nicht jeden Tag. Neben der Bescherung für die Tiere, verweilten die Besucher unter dem Zelt, das das Team aus fünf bis sieben Helfern in diesem Jahr zum ersten Mal aufgestellt hatte. Kaffee und Kartoffelpuffer, sowie selbst gemachten Waffeln - die Kinder freuten sich über die Köstlichkeiten.
„Heute werden keine Tiere vermittelt. Die Bescherung ist auch für uns Abwechslung zum Alltag“, resümierte Maring.
Nicht nur die Ehrenamtlichen, auch die Bevölkerung, die ihre Überraschungen für die Tiere brachten, waren von der Idee begeistert. So auch Karla Fuchs: „Es ist bewundernswert, wie viel Zeit und Engagement die Helfer in ihre Arbeit stecken. Trotzdem hat man nicht immer Platz oder Zeit, um ein Tier aus dem Tierheim aufzunehmen. Da ist die Aktion eine Möglichkeit der Hilfe, die zumindest ich gerne nutze.“
Über die Vermittlung von den Tieren würden sich die Tierliebhaberinnen zu Weihnachten besonders freuen, trotzdem wissen sie, dass die heimatlosen Tiere auch über die Feiertage bei den Spargelstädtern nicht vergessen werden. Für nächstes Jahr wünscht sich Annette Maring nur eins: „Es wäre schön, wenn die Menschen und Tierhalter miteinander leben. Sich im Krankheitsfall oder während des Urlaubs untereinander helfen und sich um die Tiere kümmern, sodass diese gar nicht erst ins Tierheim kommen müssen. Das wäre mein Wunsch für 2011.“




